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Chronik
Adventfeier und Arbeitseinsatz 27.-30.11.
Reinhilde und Hans Stadelmann


Während des Arbeitseinsatzes fand auch die angekündigte Adventfeier am 27.11. im Vereinshäusel
statt. Dabei waren 10 Personen, darunter zwei neue Besucher, Tobias Werner begleitete musikalisch.
Im Anschluß an die Feier gab es Kaffee und von Reinhilde gebackene Weihnachtsplätzchen.
Erledigte Arbeiten: Reinhilde hat die Abseite fertig tapeziert und alle Fenster mit Schaumstoff abgedichtet.
Hans hat im Dachboden weiter die vorhandenen Sperrholzplatten verlegt, in der Abseite im Obergeschoß
die Pannele abgeschliffen und aufgeräumt.
Der Dachdecker hat an der Abseite ein Stück Dach neu eingedeckt (Kosten 500 €).
Arbeitseinsatz von Hans und Reinhilde Stadelmann
vom 8. bis 18. Oktober 2011
Die Anwesenheit war wegen verschiedener Baumaßnahmen wichtig. Als Folge des Hochwassers im
August 2010 mußte die Außenmauer etwa 80 cm hoch abgeschlagen und neu verputzt werden. Das Dach
an der Abseite ließ wieder Wasser durch. Am Dachgiebel und am Umgebinde waren verschiedene Ausbesserungsarbeiten durch den Tischler notwendig. Ein Dachbalken war total marode und mußte aus Sicherheitsgründen erneuert werden.
Am Häusel arbeiteten in der Woche Tischler, Zimmermann, Dachdecker, Maler und Stadelmanns.
Demnächst kann der Maler die Fassade neu streichen.
Zur Abnahme der Arbeiten müssen wir im November erneut nach Großschönau fahren (1000 km!)
Ausgeführte Arbeiten von Hans und Reinhilde:
Damentoilette tapeziert, Heizungsraum , Abseitenkammer und Archiv im Speicher aufgeräumt,
Alma mit neuer Folie ausgeklebt, Zierborde, Handtücher, Betttücher und Bettwäsche gewaschen und gebügelt,
Bücher inventarisiert, 2 Fenster im Ostgiebel abgeflammt und zweimal gestrichen, alle Fenster im Erd-
geschoß vom Schleifstaub gereinigt, Boden an der Speichernordseite und im Bereich Kamin begehbar
gemacht, diverse weitere Arbeiten im und am Haus, Besprechungen mit Handwerkern.
Gartenarbeiten mit Gabriele Werner
Arbeitseinsatz von Hans und Reinhilde Stadelmann
im September 2011
Wir waren aus Anlaß des Museumstags vom 8. bis 11.9. wieder in Großschönau.
Es war sehr erfolgreich. Die Backvorführung im Häusel mit 6 Kleckselkuchen wurde von fast 40 Gästen
besucht. Sie wurden mit Kaffeee und Kuchen bewirtet. Die Begeisterung der Besucher kann man im Gästebuch
nachlesen. Nach 16.30 ging es mit dem Bürgermeister und Frau, dem Leiter des Damastmuseums und dem
Theaterverein "de Nuppern" nach Waltersdorf, zum Technikermuseum, dann in die Kirche und zuletzt
ins Damastmuseum.
Leider waren weder Mitglieder noch Vorstände anwesend, helfende Hände mussten wir uns aus der Nach-
barschaft besorgen. Wir haben Handwerkern neue Aufträge erteilt, die auszuführen sind, bevor der Maler
die Fassade renoviert.
Hans hat die Wand in der Abseite wieder eingebaut, die Wände, die schmutzig waren, neu gestrichen und diverse Kleinarbeiten erledigt.
Arbeitseinsatz von Hans und Reinhilde Stadelmann
im August 2011A
Folgende Arbeiten sind erledigt worden::
1. Die Füllgrube für Fäkalien wurde geleert.
2. Die Anbindung unseres Grundstücks an das öffentliche Kanalnetz ist vorgenommen worden.
Die Küche und sämtliche Waschbecken und WC-Anschlüsse sind in einer neu verlegten Kanalleitung zu- sammengefasst. Das Oberflächenwasser fließt jezt getrennt in einer separaten Leitung in eine in der Strasse verlegten Kanalleitung.
3. Das Erdreich wurde verdichtet.
4. Der vorhandene Kanalschacht wurde angepasst.
5. Die maroden Aussenbretter an der Blockstube wurden erneuert.
6. Eine neue Dusche wurde eingebaut.
7. Die Holzwand zwischen Dusche und Gang/Abseite wurde abgebaut.
8. Für eine Einzelvitrine wurde ein Angebot eingeholt.
9. Für Renovierungsarbeiten an der Fassade des Häusels wurde Auftrag erteilt (Ausführung im Herbst).
10. Die Blockstube wurde vorzeigefähig aufgeräumt. Am 14.8. kamen 8 Besucher.
11. Registrierung der Bücher aus dem Nachlass Bschoch
12. Wiedereinbau des abgebauten Regals im Vorhaus
13. Ausstellung in der Vertreibungsecke
Erste Massnahmen nach dem Hochwasser
Am 7. August wurde durch die Hochwasserkatastrophe unsere Arbeit von vielen Jahren zunichte gemacht.
Die Mandau war über ihr Ufer getreten. Familie Kutschera, die sich in Warnsdorf aufhielt, das Ehepaar Honig und Gabriele Werner konnten die teilweise durchnässten Trachten retten. Familie Stadelmann hat von Zuhause aus mit Familie Großer, der Versicherung, mit Firmen und Handwerkern versucht, den Schaden zu beziffern
und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet.
Ein Vergleich mit der Versicherung konnte erst nach langen Verhandlungen erreicht werden. Sie hat 6.500 €
vom geschätzten Gesamtschaden von 25.000 € übernommen.. Nun hieß es, die Aufräum- und Wiederherstel-
lungsarbeiten soweit wie möglich in Eigenleistung zu erbringen. Beim Arbeitseinsatz von Stadelmanns wurden
zuerst alle Möbel zum Reinigen und Trocknen nach draussen gebracht.und anschließend ins Obergeschoß
transportiert . Das Geschirr in den Schränken war zum Teil noch voll Schmutzwasser und mußte gespült und
getrocknet werden. Vermoderte und verschimmelte Textilien mußten ebenfalls gewaschen und an der Luft ge-
trocknet werden . Die 12 neuen Vitrinen waren alle voll Schmutz und einige auch voller Farbe von abgefärbten Textilien. Beim Reinigen des mit einer Schlammschicht versehenen Bodens half uns einen Tag Thorgunt Palme
aus der Schweiz.
Beim nächsten Aufenthalt der Familie Stadelmann im September wurden zunächst Trocknungsgeräte aufgestellt,
um die Wände auszutrocknen. Dies wurden zuerst angemietet, später zwei angeschafft.
Die Holzverschalung in der Blockstube und der Diele und der Holzfußboden in der Küche und der Abseite wurden ausgebaut und die Heizkörper und Zuleitungen abgebaut,
Bei einem weiteren Arbeitseinsatz durch Familie Stadelmann im Oktober wurden Restarbeiten erledigt.
Leider sind im Dezember Heizkörper und Rohre eingefroren.
Weitere Informationen und Berichte aus dem Vereinsleben finden unsere Mitglieder im Jahresbericht, der
ihnen im Frühjahr zugesandt worden ist.
Das Nordböhmen-Heimatwerk und die „Lange Nacht der Museen“ Am Samstag, 03. Juli 2010 beteiligte sich das Nordböhmen-Heimatwerk e.V. an einem Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Großschönau und öffnete das Vereinshäusel mit seiner Heimatstube im Mauerweg 22 kostenlos für die Bevölkerung von und um Großschönau. Trotz Viertelfinale der Fußball-WM und dem erwartungsvollen Spiel Argentinien - Deutschland konnte das Nordböhmen-Heimatwerk den Bürgermeister der Gemeinde Großschönau, Herrn Frank Peuker mit Gattin und zahlreiche Besucher begrüßen und durch die Ausstellung führen. Das Nordböhmen-Heimatwerk besitzt noch Raritäten einer historischen gemütlichen Küche, eine Röschlstube mit zahlreichen Gemälden unseres Landsmannes Kurt Röschl, Maler und Graphiker aus Schönlinde. Zu bestaunen sind auch die zahlreichen verschiedenen Handarbeitsfertigkeiten in der so genannte „Mandaustube“, wie Stricken, Häkeln, Weißnähen, Weißsticken, Sticken, Flechten u.a.m., Auch eine Ecke mit den wenigen Habseligkeiten eines Vertreibungsgepäcks sowie zahlreiche Urkunden können bei uns eingesehen werden. In unserer „Schatzkammer“, der Blockstube, wird eine einmalige und vielfältige Trachtensammlung zusammen mit Gold-, Silber- und Knötelhauben oder den sog. „Eierschalen“ der nordböhmischen Landschaften präsentiert. Weiterhin zählen zum Bestand Exponate zur Wohnkultur, wie Geschirr, Kochbücher und Brauchtum. Nach der Führung durch das Vereinshäusel konnten sich die Besucher bei Kaffee und selbstgebackenem Kleckselkuchen im Garten, geschmückt bei WM-Ambiente, stärken und im Gespräch austauschen. Sehr beeindruckt waren die Besucher von dem neu angelegten Kräutergarten hinter dem Haus. Das Nordböhmen-Heimatwerk bedankt sich bei allen Besuchern für das große Interesse und die vielen lobenden Anerkennungen
Bericht Mai 2010 Zwischen dem 29. April und dem 2. Mai hielten wir unsre diesjährige Heimattagung im Vereinshäusel ab. Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik reisten an. Am Freitag Mittag gedachten die Mitglieder am Stein „an der Wache“ unterhalb der Lausche der Vertreibungsopfer vor 65 Jahren aus ihrer angestammten Heimat. Nach einem Mittagessen fand ind er Rübezahlbaude die Mitgliederversammlung statt. Am Samstag, dem 1. Mai wurde eine Wanderung auf den nahegelegenen Burgsberg in Warnsdorf unternommen. Danach lud uns das Ehepaar Kutschera zum Besuch ihres Hauses in Warnsdorf ein. Anschließend konnten wir im Restaurant „Bohemia“ in Warnsdorf hervorragend speisen. Am Abend fand ein geselliger Heimatabend im Häusel statt. In Begleitung von Zither und Mundharmonika sangen wir Volks- und Heimatlieder, hörten Mundartgedichte und nachdenkliche Geschichten von und über unsere Heimat Nordböhmen. Am Sonntag, hieß es wieder Abschied nehmen. Das Häusel war während der gesamten Tagung für die Öffentlichkeit zugänglich. Wer es versäumt hat, die wunderschönen Ausstellungen über Trachten und sonstige Exponate zu besichtigen, bekommt Gelegenheit am 3. Juli 2010 bei der „Nacht der Museen“ dies nachzuholen. Sie werden es nicht bereuen, denn Sie werden bei uns auch mit einer Spezialität unserer Heimat bewirtet. Auf Ihr Kommen freut sich das Nordböhmen-Heimatwerk e.V. mit der Vorsitzenden Reinhilde Stadelmann.
Bauliche Maßnahmen im Vereinshäusel 2009 Die Kosten für den Anschluss an das Kanalnetz der Gemeinde in Höhe von 811 € wurden bereits bezahlt, in diesem Jahr soll der Anschluss an den Kanal erfolgen. Wie in der „Mandaustube“ bereits geschehen, wurden die sechs restlichen Außen- und Innenfenster in der „Röschlstube“ und im Flur des OG angeglichen. Dabei wurden noch drei kleine Außenfenster an der Westseite saniert (1.704 €). Zwischen der Außentürschwelle und dem Zaun am Hauseingang wurde ein Sandsteinpodest verlegt (665 €). Rudolf Honig und Wolfgang Werner haben in vielen Arbeitsstunden im Obergeschoss einen kleinen ansehnlichen Raum fertiggestellt. An der Straßenseite wurde ein Schaden am Fachwerk behoben (238 € ). Rudolf Honig und Hans Stadelmann erledigten laufend anfallende Arbeiten wie Zaunstreichen, Außenfenster abflammen, Farbe abkratzen und neu streichen, Gartenarbeiten, Inventarisierungs- und Ausstellungsvorbereitungen. Geplante Maßnahmen 2010 und später Anschluss des Abwasserkanals an das örtliche Kanalnetz. Arbeiten in Eigenregie mit Material (ca 500 €). Weiterführung der Arbeiten in der Abseite (EG) in Eigenregie, nur Materialkosten. Restaurieren und Streichen des Holzfachwerks durch eine Fachfirma. Kosten ca 2.000 – 3.000 €). Gegen das Vergessen: Heimatstube eröffnet Idyll an der Mandau: Bei schönstem Frühlingswetter öffnete am Wochenende das Nordböhmen-Heimatwerk sein "Häusel" für die Öffentlichkeit. Am Mauerweg in Großschönau hat der Verein seit 1995 ein über 300 Jahre altes Umgebindehaus saniert. Innen werden in der Ausstellung zahlreiche Exponate gezeigt. "Die Einrichtung unserer Heimatstube hier an der Grenze zu unserer angestammten Heimat stellt den Versuch dar, ein Stück deutscher Geschichte und zugleich ein Stück deutscher Gegenwart in das Bewusstsein der Besucher zu rufen", sagte Reinhilde Stadelmann, die Vorsitzende des Vereins bei der feierlichen Eröffnung. Aufwendig bestickte Trachten Eine Küche mit typisch nordböhmischen Utensilien ist unten zu sehen: Gusseiserne Förmchen für den Liwanzenteig (Speise aus Hefe), eine Mohnreibekeule oder eingestricktes Tongeschirr. "Das reparierten meist die Zigeuner, sodass man die Töpfe länger nutzen konnte", erklärte Helga Honig, die Trachtenbeauftragte bei der Führung. In der Blockstube findet sich ihr eigentliches Revier. Hier sind nordböhmische Trachten ausgestellt, aufwendig bestickt und in Handarbeit meisterlich zusammengesetzt. Es sind jedoch größtenteils Stücke, welche die heute 83-Jährige Christiane Scharb nach historischen Vorbildern hergestellt hat. Die Erklärung für das wenige Gerettete gibt Reinhilde Stadelmann: "Das Karge des Nordböhmen-Heimatwerkes zeigt die Abgründigkeit des Schicksals einer von Heimatboden vertriebenen Volksgruppe und sollte Anlass sein, über das Schicksal des ganzen deutschen Volkes nachzudenken." Insofern erzählen dem interessierten Besucher die Stücke in der "Vertriebenenecke" Geschichten von Menschen aus der Zeit ihrer Entwurzelung. So ist zum Beispiel ein amerikanisches Kochgeschirr ausgestellt, das als erste Bratpfanne nach der Vertreibung diente, als oft nicht mehr als der Inhalt eines Koffers zur Habe gehörte. Kleckselkuchen im Garten Gleichwohl der Verein an diese Zeit erinnern will, will er in seinem Häusel auch zeigen, was vorher zwischen dem Erz- und dem Riesengebirge geschaffen wurde. Im Obergeschoss sind weitere textile Exponate, wie Stickereien und vieles mehr, zu sehen. Außerdem ist eine Stube Kurt Röschl, einem begnadeten Grafiker, gewidmet. Dank der warmen Frühlingssonne wurden die Besucher zum selbst gebackenen Kleckselkuchen in den Garten gelockt. Hier half Nachbarin Grit Großer beim Servieren. Sie soll das Haus auf Nachfrage zeigen. Auch ist geplant, die Heimatstube einmal pro Monat zu öffnen. Silke Schoepe, Sächsische Zeitung vom 27. April 2009 Reinhilde Stadelmann: Bericht der 1. Vorsitzenden für das Jahr 2008 ....... "Eins, zwei, drei, im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit", hat uns der Humorist Wilhelm Busch einst ins Stammbuch geschrieben. In der Tat: Wo ist sie geblieben, die Zeit, seit ich den letzten Vereins- und Sachstandsbericht für den Jahresbericht 2007 geschrieben habe? Ich danke auch allen, die mich mit Beiträgen unterstützt haben. Besonders gefreut habe ich mich, dass viele Mitglieder mit einer Rückmeldung erklärten,dass sie den Jahresbericht von vorne bis hinten durchgelesen haben. Der Verein Die Trachtenbeauftragte und 1. Stellvertreterin Frau Helga Honig,nahm an der Heimattagung in Bad Kissingen teil. Das Ehepaar Stadelmann besuchte verschiedene Fortbildungs-Veranstaltungen des Bildungswerkes der Hanns Seidel-Stiftung in Weißenburg und Fürth zu den Themen rund um die Vereinspraxis. Die Themen waren Haftung und Recht, Steuerrecht und u.a. auch die Darstellung des Vereins in der Öffentlichkeit. Den Fortbildungsveranstaltungen ging immer ein Vorwort voraus,indem das Ehrenamt in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnimmt. Das Stickbüchel von der inzwischen verstorbenen Autorin, Frau Marianne Heinisch ist als 1. Folge der Neuen Reihe unter "Sticken & Auszier" im Selbstverlag des Nordböhmen-Heimatwerkes e.V. noch 2008 erschienen. Frau Helga Honig hat zusammen mit ihrem Sohn Vasco das Büchel in einen druckreifen Zustand gebracht. Dafür möchte ich im Namen des Heimatwerkes ein ganz herzliches Danke aussprechen. Das Büchel kann zu einem Unkostenbetrag von 10 ¬ über die Geschäftsstelle oder über die Trachtenbeauftragte bestellt und bezogen werden. Die Verfasserin hat es sich zur Aufgabe gestellt, diesen Auszierden aus der Vergessenheit zu neuer Belegung für die Bekenntnistrachten zu verhelfen. Das Büchel beruht auf einem Manuskript von 1986. Möge diese Arbeit auf ein gutes Echo treffen. Das Vereinshäusel: Priorität im letzten Jahr hatten zahlreiche Baumaßnahmen. Durch die zeitliche Vorgabe der Verwendung der Fördermittel musste sich der Vorstand hauptsächlich auf die durchzuführenden Bauarbeiten konzentrieren. Um Wiederholungen zu vermeiden, verweise ich daher auf den ausführlichen Baubericht mit Fotos im Jahresbericht von Dipl.Ing. Hans Stadelmann, Schatzmeister des NBHW e.V. Auch meinem Mann im Namen des Heimatwerkes ein herzliches Dankeschön für seinen persönlichen Einsatz und für die große Unterstützung, die er mir immer zuteil werden lässt. Heimattagung 2008 Der Ablauf der Heimattagung erfolgte nach dem im Jahresbericht 2007 veröffentlichten Programm. Donnerstag, 01. Mai 2008 Anreise Freitag, 02. Mai 2008, 10.00 Uhr Vorstandssitzung, 12.00 Uhr Totengedenken am Gedenkstein an der Wache, wobei wir heimlich von Tschechen fotografiert und die Bilder ins Internet gestellt wurden. Anschließend Mittagessen in der Rübezahlbaude und am Nachmittag 14.30 Uhr Mitgliederversammlung. Es nahmen 13 Mitglieder teil. 29 beteiligten sich schriftlich an der Abstimmung. Der Vorstand wurde entlastet. Am Samstag unternahmen wir eine gemeinsame Busfahrt zur Wallfahrtskirche nach Haindorf, zur Burg Friedland und zum Riesenfass Bad Liebwerda. Den Abend ließen wir in Niedergrund ausklingen. Sonntag gemeinsamer Kirchgang in Tracht in Großschönau. Durch diesen Auftritt haben wir natürlich das Interesse von einigen Leuten geweckt, die uns auch prompt angesprochen haben. Nach dem Kirchgang haben wir uns verabschiedet und die Heimreise angetreten.Sudetendeutscher Tag 2008: Das Nordböhmen-Heimatwerk war wieder mit einem Stand am ST in Nürnberg vertreten. Neben selbstgebackenem Kleckselkuchen wurden diesmal Quarkschnitten und Obst angeboten. Einige Mitglieder nutzten den Stand für persönliche Gespräche. Großes Interesse findet immer wieder die an unserem Stand aufgestellte Landkarte. Vitrinen: Frau Honig hat sich um die Beschaffung der Vitrinen sehr bemüht. Zunächst musste ausgekundschaftet werden, welche Firmen Vitrinen herstellen und liefern. Verschiedene Glasbaufirmen wurden angeschrieben. Dabei mussten wir jedoch feststellen, dass alle Firmen für das Nordböhmen-Heimatwerk wohl eine Nummer zu groß waren. Eine einzige Vitrine wäre schon im 5-stelligen Bereich gelegen. Diese Firmen statten hauptsächlich Museen aus und arbeiten mit Architekten und Museumsfachleuten eng zusammen. Diese Fachleute kann sich das Nordböhmen-Heimatwerk finanziell nicht leisten, so haben wir dann während der Heimattagung beschlossen, die erforderlichen Vitrinen einen einheimischen Tischler herstellen zu lassen. Der Tischler fertigte uns ein Muster und nach diesem Muster erhielt er dann den Auftrag, die Vitrinen bis Ende November fertig zu stellen. Bei der Abnahme der Vitrinen Ende November haben wir in einem Arbeitseinsatz zunächst die Vitrinen in der Blockstube nach einem ausgearbeiteten Plan von Herrn Hans Stadelmann positioniert. Frau Honig hat sie auch gleich mit den vorhandenen Trachten bestückt. Im Jahre 2008 fanden wieder zahlreiche Arbeitseinsätze durch Helga und Rudolf Honig, Gabriele und Wolfgang Werner und Hans und Reinhilde Stadelmann statt. Leider können wir nicht alle Arbeiten mit Fotos festhalten. Einige Bilder jedoch sehen Sie im Jahresbericht. Dipl.Ing. Hans Stadelmann: Bauliche Maßnahmen im Vereinshäusel 2008 Auch in diesem Jahr wurden im Vereinshäusel wieder umfangreiche bauliche Maßnahmen durchgeführt, worüber ich im Einzelnen berichten will. So konnten einige die in der Vorschau im Jahresbericht für das Jahr 2008 und folgende Jahre aufgeführten Punkte abgearbeitet werden: 1. Der Ausbau eines Teils im Dachgeschoss (Westseite) für Deponie und Archivzwecke konnte durch einen ortsansässigen Zimmermann und durch die Eigeninitiative der Fam. Stadelmann neu gestaltet werden. Nach der Fertigstellung des Raumes konnten wir Konsolen für Regalbretter an die Wände für die vorhandenen gesammelten Gegenstände anbringen. Die Kosten hierfür beliefen sich insgesamt auf rd. € 2.600,--. Bei dieser Gelegenheit musste auch ein morscher Dachsparren verstärkt werden. 2. Die Innenfenster sowohl in der sog. Mandaustube (OG) als auch an der Straßen- und Westseite des Erdgeschosses waren sanierungsbedürftig. Hierzu wurde ein uns zur Zufriedenheit arbeitender ortsansässiger Tischler beauftragt. Die insgesamt 13 Fenster aufzuarbeiten und zu streichen verursachten Kosten i.H. von € 2.028,-- 3. Wie im Vorjahr bereits berichtet, wurden in der Blockstube außen neue Winterfenster angebracht. Der dazugehörige Rahmen war abzuflammen, abzukratzen und neu zu streichen. Diese Arbeiten erfolgten von mir in Eigenregie. Kosten entstanden nur für die benötigte Farbe. 4. An der im Vorjahr in der Mandaustube abgebauten Mittelwand war der an der Decke verlaufende Holzbalken zu verkleiden. Der beauftragte Tischler vollendete die Maßnahme zu unserer vollsten Zufriedenheit. Zusammen mit der Erstellung zweier kompletter Innenfenster mit Rahmen für das Archiv im Dachgeschoss schlugen Kosten von € 1.730 ,--zu Buche.
5. Wie bereits in Vorschau 2008 darauf hingewiesen, war die Holzwand in der Blockstube an der Straßenseite marode. Um den Zustand überprüfen zu können, musste deshalb die gesamte Wandverkleidung in der Blockstube abgebaut werden. Auch die vorhandenen Heizkörper waren zu beseitigen. Glücklicherweise war die Wand nur an der Straßenseite teilweise marode, und nicht ringsum. Der Abbau der Wandbretter, das Abmontieren und auch das wieder Anbringen der Heizkörper, sowie das Streichen der von einem Zimmerer neu angebrachten Holzbretter und Wiederherstellung der Elektroleitung etc. erfolgte durch Herrn Honig, während das Ausbauen und Wiedereinmauern der Wand mit Mauersteinen von mir bewerkstelligt wurde. Die Kosten der Mauersteine sowie die Lieferung und Anbringung der Holzverkleidung durch einen Zimmerer kostete rd. €1.100,--
6. Der Ausbau des Abseitenraumes im OG wurde soweit vorangetrieben, dass dort jetzt geordnete Verhältnisse herrschen. Auch die Voraussetzung für eine Waschgelegenheit wurde geschaffen. Die Mitglieder Herr Rudolf Honig und Herr Wolfgang Werner haben diesen Abseitenraum in mehreren Arbeitseinsätzen auf Vordermann gebracht. Auch ein Laminatboden wurde dort verlegt. Die Materialkosten für diesen Raum beliefen sich auf rd. € 600,-- . 7. Auch der Holzzaun, der das Grundstück eingrenzt, musste neu gestrichen werden. Dies geschah in einem Arbeitseinsatz von Fam. Stadelmann. 8. Im Fachwerk des Umgebindes außen sind teilweise Risse entstanden. Damit Wasser und Frost fern gehalten werden, habe ich diese mit Reparaturmörtel auf Kunststoffbasis verschlossen und mit Holzlasur gestrichen. Kosten für Material. 9. Auch erneute Schäden am Schieferdach mussten teilweise durch einen Dachdecker von einem Hubwagen aus repariert werden. Die Kosten hielten sich mit € 292,-- in Grenzen.
Vorschau auf bauliche Maßnahmen im Vereinshäusel für das Jahr 2009 und folgende Jahre:
Die Mittel für Baumaßnahmen sind in den folgenden Jahren sehr begrenzt, da die Betriebskosten (Gas, Strom und Wasser) bekanntlich enorm gestiegen sind, so dass ohne zusätzliche Einnahmen wie z.B. Spenden der Mitglieder, größere Arbeiten nicht mehr durchgeführt werden können. In den nächsten Jahren sind nur noch geringe bauliche Investitionen möglich. Diese wären im Einzelnen: 1. In der Gemeinde Großschönau werden z.Zt. im Oberdorf Kanalarbeiten durchgeführt. Das Vereinshäusel muss also auch an das Kanalnetz angeschlossen werden. Der entsprechende Bescheid für die Anschlusskosten liegt dem Verein bereits vor. Die Anschlusskosten, verteilt auf drei Jahre, belaufen sich auf € 811,02,-- Es sind also 2008, 2009 und 2010 jeweils 270,34 ¬ an die Gemeinde Großschönau zu entrichten. Hinzu kommen noch die Kosten für die Herstellung der privaten Anschlüsse auf dem Vereinsgrundstück ab den Anschlussschächten, die nicht im Einzelnen bezifferbar sind. 2. Wünschenswert wäre auch noch die Angleichung des Zwischenraumes für die restlichen sechs Außen- und Innenfenster in der Röschl-Stube und im Flur des OG durch einen Tischler ausführen zu lassen. Kosten ca.€ 1.000
3. Zwischen der Außentürschwelle und dem Zaun am Hauseingang sollte noch ein Sandsteinpodest verlegt werden, damit man besser und ungehindert über die Schwelle treten kann. Kosten ca. 200 300 ¬.
4. Beabsichtigt sind auch noch im Bereich der Abseite im Erdgeschoss geordnete Verhältnisse am bestehenden Waschbecken zu schaffen. Auch ein gefliester Fußboden, verlegt auf Sperrholzplatten könnte dort dienlich sein. Hier könnten dann die zu Neumanns Zeiten angeschafften überzähligen Fliesen (Blockstube) Verwendung finden.
5. Darüber hinaus wäre im Dachboden an der Ostseite eine Innenverkleidung mit Isolierung erforderlich. Um alle noch dringend notwendigen Maßnahmen bzw. nicht vorhersehbaren Arbeiten durchzuführen bzw. durchführen zu lassen, reichen die in etwa zu gleichen Teilen eingehenden Mitgliedsbeiträge und Spenden bei weitem nicht aus. Sollten die Mitglieder der Meinung sein, dass die Baumaßnahmen forciert werden sollten, so sind weit mehr Spenden erforderlich. Ich kann nur einen Appell an die Mitglieder und Gönner richten. Bedenken Sie neben Ihren Erben auch das Nordböhmen-Heimatwerk e.V. bei Ihrem Nachlass. Außerdem besteht die Möglichkeit, anlässlich von Jubiläen und Geburtstagsfeiern die Geschenke in Form von Geld an das Nordböhmen-Heimatwerk e.V. weiterzuleiten. Dies haben dieses Jahr Herr Werner Korsch anlässlich seines 70. Geburtstages und Hans und Reinhilde Stadelmann anlässlich ihres Ehejubiläums getan. Dies wird zur Nachahmung wärmstens empfohlen. Heimattagung 2007
Der Ablauf erfolgte nach dem im JB 2006 veröffentlichten Programm. An der Mitgliederversammlung nahmen 9 Mitglieder teil. 44 Mitglieder haben ihr Stimmrecht durch Briefwahl wahrgenommen. Nach Billigung der Niederschrift 2006, des Wirtschaftsplanes 2007 und des Rechnungsergebnisses 2005 wurde der Vorstand entlastet. Die Neuwahl des Vorstands bestätigte den bisher amtierenden Vorstand. Rudolf Pietschmann wurde beauftragt, einen neuen Satzungsentwurf zu erarbeiten und dem Finanzamt zur Prüfung einzureichen. Vereins- und Sachstandsberichte der 1. Vorsitzenden Der Verein 2007 Das im JB 2006 angekündigte Stickbüchel wurde ursprünglich noch zu Lebzeiten der Autorin verfasst und musste aufgrund ihres plötzlichen Todes teilweise von Frau Honig wieder umgeschrieben werden. Wir im Vorstand sind alle keine professionellen Computerfachkräfte. Das Einscannen der Stickvorlagen, Fotos und handschriftliche Aufzeichnungen u. dgl. der Autorin bereitete große Mühe. Wir hoffen nun, dass sich die Mühegelohnt hat und die Mitglieder auf dieses Stickbüchel neugierig geworden sind. Auch die Gestaltung des Jahresberichtes ist für mich ein schwieriges Unterfangen, da mein PC noch mit einem sehr kleinen Arbeitsspeicher ausgerüstet ist, erfordert es viel Zeit und Geduld mit dem Einfügen von Fotos. Die Fotos werden ja beim kopieren erst Mal in die Zwischenablage (= Arbeitsspeicher) gelegt, bis ich sie in das dafür vorgesehene Dokument einfügen kann. Entweder brauche ich einen leistungsstärkeren PC oder es wäre natürlich auch sehr hilfreich, wenn sich eines unserer Mitglieder bereit erklären könnte, diese Arbeit künftig ganz oder teilweise zu übernehmen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich nicht versäumen, mich auch ganz herzlich zu bedanken, für die vielen und lieben Weihnachts- und Neujahrswünsche, die mich dieses Jahr wieder sehr erfreut haben. Auch die große Resonanz auf die Geburtstagsbriefe geben mir wieder Kraft und Freude zum Durchhalten und Weitermachen. Vereinshäusel: Wie ich im Jahresbericht 2006 bereits mitgeteilt hatte, wurde für unser denkmalgeschütztes Vereinshäusel ein Antrag auf Fördermittel bei der höheren Denkmalschutzbehörde, dem Regierungspräsidium in Dresden, eingereicht. Bis November 2007 mussten wir bangen, ob das Nordböhmen-Heimatwerk e.V. bei dem komplizierten Verfahren der Punktewertung überhaupt in den Genuss von Fördermitteln gelangt. Am 05.11.2007 benachrichtigte mich die Sachbearbeiterin beim Regierungspräsidium Dresden und teilte mir mit, dass das Regierungspräsidium weitere Haushaltsmittel für die Denkmalförderung zur Verfügung gestellt bekam, aus denen sie dem Nordböhmen-Heimatwerk eine Zuwendung bewilligen kann. Die Bewilligung stand unter der Bedingung, dass die Mittel innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ausgegeben sein müssen. Das bedeutete, dass wir als Zuwendungsempfänger alle beantragten Leistungen bis spätestens Ende Jänner 2008 ausgeführt haben und bis zu diesem Zeitpunkt auch die Rechnungen vorlegen müssen. Das hieß nun für den Vorstand, schnell agieren und reagieren. Die Vorsitzende hatte bereits einen vorzeitigen Baubeginn bei der unteren Denkmalschutzbehörde beantragt und die Genehmigung vom Regierungspräsidium erhalten. Deshalb konnten wir einen Teil der notwendigen Bauaufträge bereits im Frühjahr 2007 schon vergeben und im Laufe des Jahres ausführen lassen, bevor wir überhaupt wussten, ob wir in den Genuss von Fördermitteln kommen würden. So hat der Vorstand zum Schutz gegen Wassereintritt vor der Haustüre eine Sandsteinbodenschwelle anbringen lassen. Des Weiteren wurden 9 Winterfenster (Vorsatzfenster) für die Blockstube eingebaut. Weitere 5 größere und kleinere Fenster an der West- und Nordseite waren wegen Taupunkt/Frostpunktverlagerung sowie zur Abhaltung von Niederschlagswasser notwendig und mussten ebenfalls vorgesetzt bzw. eingebaut werden. Auch die so genannten Ritschel im Inneren der Blockstube wurden vom Tischler wieder gangbar gemacht. Die historische Haustüre wurde früher unsachgemäß verlängert und ohne Wetterschenkel unbefriedigend gestaltet. Der Türstock war nicht mit verlängert. Vor der Restaurierung der Haustüre musste die aufgebrachte Farbe erst abgeflammt und abgekratzt werden. Danach hat der beauftragte Tischler die Haustüre aufgearbeitet und der Malerfachmann hat die Haustüre aufgrund der unterschiedlichen Holzfarben (alt und neu) sehr sensibel bearbeiten müssen. Die wohl größte Baumaßnahme war die Sanierung der OG-Decke. Hier mussten die gesamten Holzbretter der beiden Stuben von uns entfernt werden. Hans Stadelmann hat bei viermaligen Arbeitseinsätzen den losen Lehm auf mehr als der Hälfte der Deckenfläche (ca. 30 qm und 30 cm Dicke) ausgehoben und mittels Eimer in die an der Fassade angehängte Dreckrutsche in unten stehende Container geschüttet und entsorgt. Um die vom Zimmermann einzubringenden drei Querbalken musste die in den beiden Stuben eingezogene Zwischenwand komplett abgebaut werden. Dies erfolgte bei einem Arbeitseinsatz durch Rudi Honig, Wolfgang Werner und Dieter Kutschera. Nach Abschluss dieser mühevollen und sehr aufwendigen und schmutzigen Vorarbeiten konnte der Zimmermann die drei Querbalken für die Obergeschoßdecke einziehen, sowie einen Zwischenboden zur Auflage der Lehmsteine einbringen. Aufgrund der kurzen zeitlichen Vorgaben durch das Regierungspräsidium mussten der Vorstand und insbesondere der Schatzmeister und Dipl.Ingenieur Hans Stadelmann alle Vorbereitungen treffen. Insbesondere die Organisation und Einholung von Angeboten für die Stabilisierung der Obergeschoßdecke mit dem Aufbringen der Bodendielung, sowie für die Verlegung der Lehmsteine im Deckenbereich. Da der beauftragte Zimmermann nur noch in der ersten Jännerwoche die Bodendielung ausführen konnte, sind Helga und Rudi Honig, Hans und Reinhilde Stadelmann, Gabriele und Wolfgang Werner zwischen Weihnachten und Neujahr (27. bis 29.12.2007) nach Großschönau gefahren, um die für diese Zeit extra bestellten Lehmsteine in das Obergeschoß zu transportieren und in der OG-Decke fachgerecht zu verlegen, so dass der Zimmermann die Dielung des Holzfußbodens vornehmen konnte. Um den fertigen Fußboden für Ausstellungszwecke strapazierfähig zu machen, musste ein Malerfachmann beauftragt werden, einen dreimaligen Anstrich vorzunehmen. Auch die Untersicht der erneuerten Einschubbretter (Kriecher) in der Blockstube wurde von dem Malerfachmann gestrichen bzw. behandelt. Bei der Bestandsaufnahme für die notwendigen Restaurierungsarbeiten wurde im Förderantrag unter anderem auch die Neuanschuhung von vier Umgebindeständern für notwendig erachtet. Um diese Arbeiten noch mit in den Verwendungsnachweis einzubringen, musste der Auftrag kurzfristig an den Zimmermann vergeben werden. Die Ausführung erfolgte noch im Jänner 2008. Auch der beauftragte Maler hat die Umgebindeständer unverzüglich gestrichen. Hinsichtlich der Dringlichkeit, der kurzfristigen Terminvorgabe durch das Regierungspräsidium und die umfangreichen organisatorischen Maßnahmen mit Liefer- und Handwerksfirmen, sowie Einholung von verschiedenen Angeboten musste die Vorsitzende und insbesondere der Schatzmeister in seiner Eigenschaft als Diplomingenieur kurzfristige Entscheidungen treffen, die erst zum Teil im Nachhinein dem übrigen Vorstand mitgeteilt werden konnten. Der Zeitaufwand, die Weitsichtigkeit und das schnelle Handeln des Vorstandes haben dem Nordböhmen-Heimatwerk e.V. einen Zuschuss i. H. von 6.630,65 ¬ eingebracht. Zum Verständnis ist zu bemerken, dass bei allen geförderten Maßnahmen nur der denkmalgeschützte Mehraufwand bezuschusst wird und nicht die gesamten Baukosten. Nach Abschluss der insgesamt geförderten Baumaßnahmen hat das Nordböhmen-Heimatwerk e.V. einen Verwendungsnachweis unter Beachtung der Verwaltungsvorschriften der obersten Denkmalschutzbehörde vorzulegen. Das Nordböhmen-Heimatwerk erhielt aber auch Absagen z.B. von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, Breite Straße 9, 14467 Potsdam. Weitere Informationen Grenzöffnung:
Am 21. Dezember 2007 fanden die Grenzöffnungen in Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei, Slowenien und Ungarn für Land- und Seegrenzen statt. Zu diesem Datum entfielen die Grenzkontrollen an den Grenzübergängen. Auch die Grenze zwischen Warnsdorf und Großschönau, die bisher nur ein Fußgängerüberweg war, ist nun auch für den Verkehr geöffnet. Im Übereinkommen von Schengen, besser bekannt als Schengener Abkommen , vereinbarten fünf europäische Staaten, auf Kontrollen des Personenverkehrs an ihren gemeinsamen Grenzen zu verzichten. Das Abkommen ist nach dem luxemburgischen Moselort Schengen benannt, wo es 1985 unterzeichnet wurde. Das Schengener Abkommen wird, nach mehreren Erweiterungen, mittlerweile in 24 Ländern Europas angewandt. Das sind 22 Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) sowie als Nicht-EU-Staaten zusätzlich Island und Norwegen. Von den EU-Ländern nehmen das Vereinigte Königreich und Irland nur eingeschränkt am Schengener Abkommen teil. Bulgarien, Rumänien und Zypern werden das Abkommen zu einem späteren Zeitpunkt anwenden. Die Schweiz als weiteres Nicht-EU-Mitglied will voraussichtlich im November 2008 die Grenzkontrollen abschaffen. Nordböhmen-Heimatwerk beim Sudetendeutschen Tag 2007 in Augsburg Nordböhmen-Heimatwerk beim Sudetendeutschen Tag 2006 Heimattagung 2006 Zur Heimattagung des Nordböhmen-Heimatwerkes, die am verlängerten Wochenende vom 28.4. - 1.5.2006 in Großschönau in Sachsen anberaumt war, reisten diesmal auch zwei Kleinbusse mit 14 Landsleuten aus Wien und Niederösterreich an. Darunter befand sich auch der SLÖ-Bundesobmann Gerhard Zeihsel mit Gattin, um auch einmal ein Stück des nördlichsten Böhmens kennen zu lernen. Der Landesobmann für Wien, NÖ und Bgld., Dieter Kutschera, der aus Warnsdorf stammt, hatte die Reiseleitung in seine frühere Heimat übernommen. Die Anreise nach Großschönau ging über Znaim, Iglau, Kolin, Jung Bunzlau, Böhm. Leipa, Haida, Warnsdorf durch Dörfer, Wälder und Felder, wo die Natur nach dem langen Winter erst vor kurzem erwacht war.Von Deutschland nahmen insgesamt 16 Mitglieder und von Tschechien wieder ein Mitglied an der diesjährigen Heimattagung teil. Wobei das Ehepaar Hans und Reinhilde Stadelmann bereits vier Tage vorher anreisten um die anstehenden Vorbereitungen für die Heimattagung 2006 zu organisieren. Auch weitere Mitglieder, so vor allem die 2. Stellv. Vorsitzende, Ingeburg Alesi reisten bereits einen Tag vorher an und packte überall mit an. So. brachte sie z.B die gesamte Röschlstube auf Hochglanz. Zum Begrüßungsnachmittag mit den Teilnehmern aus Deutschland, der im Vereinshäusel stattfand, kamen die Busse aus Österreich zwar nach der langen Anfahrt ein wenig verspätet an, jedoch begann nach einer Stärkung im nahen Gasthaus gleich eine Vorstandssitzung, um genügend Zeit zu haben, alle anstehenden Probleme erörtern zu können. Die Umgebindehäuser mit ihrem besonderen Baustil sind hauptsächlich in der Lausitz zu Hause. Das Erdgeschoß ist zur Hälfte gemauert, die andere Hälfte ist aus Holz, wobei das 1. Stockwerk auf hölzernen Pfählen steht und das Erdgeschoß extra eingebaut ist. Das obere Stockwerk ist Fachwerk, das entweder sichtbar bleibt oder mit Holz oder mit Schiefertafeln kunstvoll verkleidet zu bewundern ist. Wer das Vereinshäusel, ein solch typisches Umgebindehaus, kurz nach seinem Kauf kennen gelernt hatte, ist erstaunt, was inzwischen daraus geworden ist. Liebevoll geschmückt lud es zum Eintritt ein. Von der Diele aus erreicht man rechts eine größere, hübsche Wohnstube, jetzt ein gemütlicher Gemeinschaftsraum, links befindet sich eine saubere Küche mit alten Möbeln und Küchengeräten und doch mit moderner Technik ausgestattet, die mit viel Liebe von Christl Scharb geschmackvoll eingerichtet und beschriftet wurde.. Über eine steile Holzstiege gelangt man in das 1. Stockwerk, wo die nordböhmischen Trachten und Ausstellungsstücke aus der Wiener Nordböhmen-Heimatstube und die Kurt Röschl-Stube eine neue Heimat gefunden haben. Viele freiwillige Arbeitseinsätze haben die Jahre hindurch bis jetzt stattgefunden, und weitere Ausbauten und Renovierungen sind noch in Arbeit oder geplant. Am ehesten kam das Ehepaar Honig zum "Handkuss", dessen Wohnort dem Vereinshäusel näher ist als manch anderer. Das Ehepaar Honig kümmert sich regelmäßig um die anstehenden Arbeiten im Vereinshäusel. Helga Honig, die 1. Stellv. Vorsitzende führte schon sachkundig Prominente und Schulklassen durch die bereits vorhandene Ausstellung. Am Samstagvormittag wurde die Vorstandssitzung fortgesetzt. Diese freie Zeit nützten die nicht benötigten Österreicher zu einem kurzen Ausflug in den nahen Kurort Jonsdorf und nach Oybin mit der wirklich sehenswerten Bergkirche. Bei der anschließenden Mitgliederversammlung wurden außer dem Tätigkeitsberichten der Vorstandsmitglieder, der Kassenbericht und der Wirtschaftsplan 2006 einstimmig angenommen. Bedauernd nahmen die Mitglieder das Ableben von Lm. Manfred Neumann zur Kenntnis, wobei sich herausstellte, dass sich viele Gegenstände des Vereinseigentums nunmehr bei den Erben befinden und nicht herausgegeben werden, so dass jetzt gerichtliche Schritte notwendig geworden sind. Erfreulich für unseren Verein ist, dass wir während der Heimattagung 2006 zwei neue Mitglieder aufnehmen konnten. Ein Mitglied war bereits während der gesamten Tagung anwesend. Ein weiteres Mitglied wohnt in unmittelbarer Nähe zu Großschönau. Das gemeinsame Mittagessen nahmen wir dann in Waltersdorf in der hübschen Rübezahlbaude an der 791 m hohen Lausche ein. Danach gedachten wir, zu den Worten von der 1. Vorsitzenden Reinhilde Stadelmann gesprochen, bei der so genannten Wache , wo eine Gedenktafel an die aus dem Raume Deutsch Gabel Vertriebenen erinnert, der Toten. Leider begann es dabei zu regnen, da war der geplante Besuch des Damastmuseums gerade richtig. Den Heimatabend gestaltete die Wiener Gruppe. Susanne Svoboda hatte das Programm zusammengestellt und führte gemeinsam mit den Sprechern Mag. Susanna Hoffmann und Prof. Mag. Wolf Kowalsky durch das Sudetenland. Herta Kutschera wirkte mit ihrer Zither mit. Begleitet wurden die akustischen Darbietungen von Klaus Seidler mit den dazupassenden Dias. Zu diesem Abend konntedie Vorsitzende Reinhilde Stadelmann auch den Bürgermeister von Großschönau, Herrn Frank Peuker, herzlich begrüßen, und interessiert ließ er sich von OSR Christiane Scharb die von ihr zusammengestellte Ausstellung zeigen. Mit heimatlichen Liedern und bei einem Gläschen Wein ließen wir den Tag fröhlichen ausklingen. Am Sonntag, den 30.4. stand eine Busfahrt in den Schluck´schen Zipfel , vorbereitet von den Ehepaaren Kutschera und Pietschmann auf dem Programm. Beim Grenzübergang Großschönau Warnsdorf war an diesem Tag die offizielle Eröffnung für Fußgänger und Radfahrer, mit Feuerwehren hüben und drüben, Blasmusik, Gulaschkanone, Bieranstich und Kinderbelustigungen geplant. Als wir um 9 Uhr dorthin kamen, war auf deutscher Seite schon alles in Vorbereitung, drüben merkte man noch nichts von dem bevorstehenden Fest. Es kam aber unser Autobus, der uns über Rumburg, Schluckenau, Groß Schönau, Wölmsdorf, Nixdorf, Wolfsberg, Schönlinde, Kreibitz und Böhm. Kamnitz nach Elbleiten zum Mittagessen am Belveder brachte. War es am Morgen noch grau und nebelig, bemerkten die Reiseteilnehmer zunehmend die Wetterbesserung, und im Elbesandsteingebirge lachte die Sonne vom blauen Himmel. Nach einem hervorragend guten Svickova genossen wir von den in Stein gehauenen Terrassen einen herrlichen Blick auf die Elbe und die verschiedenen Sandsteinformationen. Ein österreichisches Quintett stellte sich in den 1711 aus dem Stein gehauenen Musikpavillon und sang, um die Akustik zu testen, Die Glocken von Böhmen . In Tetschen-Bodenbach machte unser Fahrer Frantisek bereitwillig eine Stadtrundfahrt, auch durch Bensen fuhren wir, um einen Eindruck von diesen Städten zu bekommen. An dem Marien-Wallfahrtsort Oberpolitz, ehemalige Wirkungsstätte des legendären Hockewanzl konnten wir nicht vorbeifahren. Der Pfarrer war informiert worden, und so konnten wir die Kirche mit ihrer reichen Innenausstattung besichtigen. Da ein Zettel in Deutsch vorhanden war, verlas Herta Kutschera die Geschichte dieser Wallfahrtskirche, und zu Ehren Marias wurde dann auch ein Lied gesungen. Dem angrenzenden Friedhof mit dem vermutlichen Grab des Erzdechants Wenzel Hocke statteten wir noch einen kurzen Besuch ab. Da die meisten Mitreisenden Böhm. Leipa schon kannten, blieben wir auf der Umfahrungsstraße, und auch in Haida blieben wir nicht stehen, da auf dem Hauptplatz ein Riesenspektakel anlässlich des 30.4. (Walpurgisnacht) im Gange war. In Tschechien werden an diesem Tag nämlich überall Feuerstöße errichtet, um darauf die Hexen (den Winter) zu verbrennen. Bei einem kurzen Aufenthalt in Röhrsdorf gab es in einem Glasgeschäft die Möglichkeit einzukaufen, und in St. Georgenthal hielten wir unter dem Kreuzberg die letzte Rast mit Nachtmahl. Wer davor Bewegung machen wollte, erklomm den steilen Kreuzweg, um oben die wunderbare Aussicht auf ein Stück des frühlingshaften nordböhmischen Niederlandes zu genießen. Zurück an der Grenze, merkte man nichts mehr von der grenzüberschreitenden Festlichkeit dieses Tages. Wir kehrten teils zu Fuß, teils mit dem Auto abgeholt, zurück zum nahen Vereinshäusel, wo wir uns noch ein wenig zum Singen und Plauschen bei einem Gläschen zusammensetzten. Für einige ging es dann schon ans Abschiednehmen. Der allgemeine Tenor lautete, dass diesmal eine wunderschöne, harmonische Heimattagung zu Ende ging. Am Montagvormittag traten die Österreicher wieder die Heimreise an, die in Nymburk für ein Mittagessen und in Kuttenberg zu einer kurzen Besichtigung der mittelalterlichen Stadt und der gotischen Barbarakirche unterbrochen wurde. Beladen mit den vielfältigsten Eindrücken kehrten wir müde, aber wohlbehalten nach Hause zurück, mit dem Bewusstsein, mit allen Teilnehmern an dieser Tagung die heimatliche Verbundenheit gefestigt zu haben. Herta Kutschera
Mitgliederversammlung am 1./2. Oktober 2005 im Vereinshäusel Zu dem schriftlichen Abstimmungsverfahren gingen diesmal ungewöhnlich viele Rückmeldungen ein. An der vorgezogenen Neuwahl nahmen insgesamt 72 Mitglieder teil. Die Tagesordnung, der Haushaltsplan 2005, der Tätigkeits- und Kassenbericht wurden von den Mitgliedern einstimmig so gebilligt und somit erfolgte Entlastung des Kassenwarts und der Kassenbeauftragten. Die Entlastung des alten Vorstandes konnte nicht erfolgen, da noch Forderungen gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen. Der neue Vorstand wurde lt. Wahlvorschlag mit 69 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen gewählt. Alle gewählten Vorstände nahmen die Wahl an und dankten für das Vertrauen. Das "Nordböhmen-Heimatwerk" e.V. war am Sudetendeutschen Tag Pfingsten 2005 in Augsburg mit einem betreuten Stand vertreten.Zwei Vitrinen wurden von der Vorsitzenden mit alten Gebetbüchern, Rosenkranz, Brautsträußen; Haubennadeln, alten Perlenstickereien, Trachtenschuhen und Handtaschen bestückt. Beim Trachteneinzug war eine Gruppe aus Nordböhmen präsent. Am Pfingstsonntag verkauften Hans und Reinhilde Stadelmann, Jürgen Ginzel und Horst Müller am Stand "Fettenschnitten", Leberwurstbrote, Äpfel und Apfeltee. Aufgrund des kulinarischen Angebots war der Besuch an unserem Stand überwältigend. Die Besucher interessierten sich auch für unsere kleine Ausstellung und unsere Arbeit und ebenso für unser Vereinshäusel in Großschönau und dessen "Innenleben". Erfreulich war auch der Besuch von Vereinsmitgliedern am Stand, wodurch persönliches Kennenlernen möglich wurde. Einige neue Mitglieder konnten geworben werden.Reinhilde Stadelmann
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